Vitamin C für ein starkes Immunsystem

Oxymel
Glück

Vitamin C für ein starkes Immunsystem

Gerade jetzt in den Wintermonaten ist es wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem zu sorgen. Denn die Viren, die für Grippe und Erkältungen verantwortlich sind, haben wieder Hochsaison. In der kälteren Jahreszeit sind wir aus verschiedenen Gründen einfach anfälliger, weil u.a. unsere Schleimhäute in Nase, Mund- und Rachenraum, die ja die erste Abwehr an der Eintrittspforte in unseren Körper bilden, weniger gut funktionieren bzw. einfach oft durch die überhitzten Innenräume zu trocken sind.

Gesunde Schleimhäute benötigen ein feuchtes Milieu. Das kannst du prima unterstützen, indem du trotz Kälte viel draußen in der Natur bist und die gesunde klare Luft einatmest. Wenn du dich viel drinnen aufhalten musst in überhitzten Räumen, dann lüfte regelmäßig und trinke ausreichend Wasser. 

Wofür brauchen wir Vitamin C?

Für ein gut funktionierendes Immunsystem ist das Vitamin C sehr wichtig. Das Vitamin C ist ein Antioxidans und kann freie Radikale in unserem Körper unschädlich machen. Die Pflanze stellt es zum Beispiel her, um sich selbst vor dem Sauerstoff zu schützen, der bei der Photosynthese entsteht. Sauerstoff ist hoch reaktiv und würde in der Pflanze u.a. Zellschäden verursachen. So dient das Vitamin C auch zu unserem eigenen Zellschutz und verlangsamt Alterungsprozesse. Das Vitamin C brauchen wir auch für stabile Knochen; elastische Haut und Gefäßwände; für gesunde Schleimhäute; zur Produktion verschiedener Hormone; gesunde Blutbildung und verbesserte Eisenaufnahme und für eine optimale Heilung von Wunden und Verletzungen.

Für eine gute Vitamin C- Versorgung hat die Natur auch einiges im Angebot. Du musst also nicht zur erstbesten Kapsel oder Tablette greifen. 

Pflanzliche Vitamin C-Quellen

Vitamin-C-haltige Früchte sind v.a.

  • Hundsrose / Hagebutte
  • Sanddorn
  •  Schwarze Johannisbeere
  • Holunder-Saft aus den Beeren
  • Aronia-Beeren
  • Stachelbeeren

 

Auch unter den grünen Freunden gibt es einige Kräuter, die nennenswerte Mengen an Vitamin C enthalten: Am besten natürlich immer frisch verzehrt, weil beim weiter verarbeiten auch immer ein Teil des Vitamin C verloren geht.

  • Vogelmiere              
  • Löwenzahn              
  • Sauerampfer                          
  • Giersch                      
  • Barbarakraut (Winterkresse)                           
  • Brennnessel   (nur vorsichtig blanchieren! Nicht zerkochen) 
  • Großer Wiesenknopf    
  • Gänsefingerkraut   

 Unter den Gemüsesorten liefern die folgenden eine große mengen Vitamin C:

 

  • Rosenkohl
  • Fenchel
  • Paprika
  • Brokkoli
  • Lauch

Geheimtipp - Hagebutte

Als Geheimtipp für meine Vitamin C-Versorgung über den Winter ist mein Favorit die Hagebutte. Sie enthält mehr als 1.000 mg Vitamin C pro 100g. Das ist enorm viel und schlägt alle anderen pflanzlichen Quellen um Längen. Zum Vergleich: in Kiwi oder Zitrone stecken nur etwa 50mg Vitamin C pro 100g.

Ich mache aus den Hagebutten ein Oxymel. Ein Oxymel ist ein Jahrtausende Altes Heilungs- und Stärkungsmittel auf Basis von Honig und Apfelessig

Hier mein Rezept: Zu der Grundmischung aus 3 Teilen Honig und 1 Teil Essig gebe ich 1 Teil Hagebutten (grob halbiert inkl. Kerne und Härchen) und lasse die Mischung 4 Wochen ziehen. Mit der Grundmischung kannst du variieren. Wenn es dir zu süß ist, dann mische Honig und Essig einfach 50:50 oder 1 Teil Honig und 3 Teile Essig. 

Manchmal gebe ich auch noch weitere stärkende Kräuter mit dazu, die zum Beispiel gut bei Erkältungskrankheiten helfen (z.B. Spitzwegerich, Lungenkraut, Mädesüß, Odermennig, Salbei). Von der gefilterten Mischung nehme ich täglich 1 Eßl. verdünnt in einem kleinen Glas Wasser.

Oder ich nutze ein Hagebuttenpulver aus ganzen Hagebutten inklusive der Kerne. Das kann man selbst machen oder fertig kaufen. Beim selber machen ist es meist eine Herausforderung die Kerne klein zu mahlen. Wenn dein Küchengerät nicht leistungsstark genug ist, dann trockne die Hagebutten halbiert ohne Kerne und Härchen. Auch dann hast du noch genügend Vitamin C enthalten. 

Was du sonst noch für ein starkes Immunsystem tun kannst

Tipp 1: 

Abwechslungsreiche und basische Ernährung (v.a. viele Wildkräuter, Gemüse & Obst)

Tipp 2

Zusätzlich dafür sorgen, dass du viele Antioxidantien isst und Lebensmittel mit hoher Dichte an Mikronährstoffen: vielen Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren (v.a. Omega3)

Tipp 3: 

Bewegung 

Der Mensch ist nicht für das Sitzen gemacht, dann verkümmern unsere Muskeln und die Zellen werden nicht mehr gut versorgt, weil die Zirkulation in unseren Blutgefäßen dann nicht optimal ist.

Tipp 4: 

Frische Luft 

Am besten täglich eine Runde nach draußen zum Spazieren gehen

Tipp 5: 

Ab in den Wald 

Man hat herausgefunden, dass u.a. die Terpene (ätherische Öle, die von den Bäumen ausgeschüttet werden), die wir einatmen, dafür sorgen, dass die Zahl der Killerzellen in unserer Immunabwehr ansteigt. Das sorgt dafür, dass dein Immunsystem mögliche Eindringlinge (Viren, Bakterien usw.) schneller bekämpfen kann.

Tipp 6: 

Sonnenlicht

Tipp 7: 

Regelmäßig draußen in der Natur Barfußlaufen, um dich zu erden 

Hast du schon mal was von Grounding oder Earthing gehört? Man hat in Studien herausgefunden, dass regelmäßige Erdung einen antioxidativen Effekt. Antioxidantien, wie man sie auch natürlich in Kräutern, Gemüse und Obst findet, sind wichtig, um die freien Radikale im Körper zu binden. Doch der Effekt von Barfußlaufen auf natürlichen Untergründen ist noch effektiver. Denn wir müssten täglich ganz schön große Mengen Antioxidantien verzehren. Aber beides zusammen ist eine gesunde Kombination. Durch jede unserer Zellen fließt Strom. Wir sind pure Energie. Beeinflusst wird unsere Körperenergie aber auch durch verschiedene elektromagnetische Felder und Einflüsse von Außen. Und wenn wir uns nicht erden, dann können auch wir einen Kurzschluss bekommen. Studien zeigten, dass hier möglicherweise auch ein Zusammenhang zwischen den vielen chronischen Entzündungen und langwierigen chronischen Schmerzen und Prozessen in unserem Körper besteht.

Tipp 8: 

Sauna, Dampfbäder und Wechselduschen (Kalt – Warm); Eisbaden (für die ganz Harten) 

Das trainiert unser Gefäßsystem!

Tipp 9: 

Für Warme Füße sorgen (wärmende Fußbäder z.B. mit Beifuß, Fußmassage mit Johanniskrautöl)

Tipp 10: 

Innere Harmonie und Balance 

Tue die Dinge, die dir gut tun und dich von Innen her stärken; deine Seele und deinen Geist nähren. Denn wenn wir nicht in der Balance sind, dann hat das auch einen negativen Einfluss auf unser Immunsystem und unsere Regenerationsfähigkeit. Stell dir einfach vor, dass unsere Zellen nur so glücklich sein können, wie wir uns im Inneren fühlen.

Für Fragen und Anregungen nutze gerne mein  Kontaktformular oder schreibe mir direkt eine E-Mail an Melanie@gruengesund.de 

Quellen

Fotos: 

  • Pixabay
  • Roman Fuchs / Fuchs-Naturfotografie mehr Infos