Gänseblümchen – Frühlingsbote mit Reinigungseffekt

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Gänseblümchen (Bellis perennis)
- Frühlingsbote mit Reinigungseffekt

Es gibt einen Spruch aus England, der besagt: „Wenn du mit einem Fuß auf 7 Gänseblümchen treten kannst, dann ist es Frühling“. Und ja, das Gänseblümchen ist wirklich der Inbegriff für Frühling. Wer erinnert sich nicht als Kind über die blühenden Frühlingswiesen gelaufen zu sein, wo der Löwenzahn, die Gänseblümchen und die Veilchen um die Wette geblüht haben. Oder an die schönen Blumenkränze, die man mit den Blüten des Gänseblümchens zaubern kann.

Doch das zarte, unschuldige Blümchen, was auch oft als „Maßliebchen“ oder „Tausendschön“ bezeichnet wird, kann noch viel mehr als nur schön auszusehen. Es hat eine reinigende Wirkung auf Körper, Geist und Seele und es erinnert uns wieder an die Leichtigkeit aus Kindertagen, die uns im Erwachsenenalter oft verloren gegangen ist.

Wo wächst es und wie erkenne ich es?

Das zur Familie der Korbblütler gehörende Gänseblümchen bevorzugt vollsonnige bis sonnige Standorte mit mäßig feuchten, nährstoffreichen und humosen Böden. Schattige Standorte wie sehr trockene und sandige Böden mag das Gänseblümchen nicht. Es wächst v.a. auf Wiesen in der Gesellschaft anderer Frühlingskräuter.

An den markanten weiß-gelben Blüten, die am Ende eines langen dünnen Stiel thronen, kann man das Gänseblümchen leicht erkennen. Teilweise sind die weißen Blütenblätter zart rosa gefärbt. Die Blätter sind spatelförmig und formen zusammen eine Blattrosette, die ein wenig an Feldsalat erinnert. Das Gänseblümchen wird nur max. 15 cm hoch und ist eine mehrjährige Pflanze, die nach ihrem Rückzug über den Winter im nächsten Frühjahr wieder frisch austreibt.

Man kann das Gänseblümchen evtl. mit Kamille oder Margerite verwechseln (beides nicht giftig). Beide Pflanzen sind aber deutlich größer. Die Blätter kann vor der Blüte mit wildem Feldsalat verwechselt werden (beides essbar).

Verwendete Pflanzenteile

Blüten  + junge Blätter

Verwendet werden v.a. die Blütenköpfe (frisch oder getrocknet), die von März bis in den Herbst gesammelt werden können. Aber auch die jungen zarten Blätter können für die Küche das ganze Jahr gesammelt werden.

Hauptinhaltsstoffe

  • Saponine
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • reich an Mineralien u. Spurenelementen

Wirkweise (Eigenschaften)

  • Antibakteriell
  • Blutreinigend
  • Cholesterinsenkend
  • Entschlackend + entgiftend
  • entzündungshemmend
  • Hautreinigend
  • wundheilend

Wirkung auf emotionaler Ebene (Pflanzenwesen)

Quelle: aus Roger Kalbermatten – Pflanzliche Urtinkturen entnommen:

Unberührtheit, Unschuld, Unversehrtheit, Kindlichkeit

Das Wesen des Gänseblümchens ist auf die Bewahrung der kindlichen Unschuld und Reinheit gerichtet. Es versucht sich vor Befleckung durch schuldhafte Verstrickungen, wie sie zum Älterwerden gehören, zu behüten. Da dies letztlich unmöglich ist, scheut es sich vor derWelt der Erwachsenen. So scheu und verletzlich es auch ist, kann es dennoch große Kräfte freisetzen, um die Folgen von Übergriffen auf seine seelische und körperliche Unversehrtheit zu heilen. Im anderen Namen dieser Pflanze, Maßliebchen, kommt zum Ausdruck, dass es in der Liebe Maß hält, das heißt, es dosiert die Leidenschaftlichkeit des Liebesverlangens, es dämpft die überschießende Potenz. Das Gänseblümchen ist eine wunderbare Hilfe bei allen seelischen und körperlichen Verletzungen, die durch ungestüme Gewaltanwendung, vor allem auch durch sexuelle Aggression entstanden sind.

Verwendung in der Heilkunde

  • Hauterkrankungen aller Art besonders bei Kindern (Akne, Neurodermitis, Ekzeme, unreine Haut, etc.)
  • Frühjahrskuren / Blutreinigung / Entgiftung
  • Reizungen u. Entzündungen der Schleimhäute (Nase / Rachen / Magen + Darm)
  • Verletzungen + Überanstrengung (Muskelzerrung, Muskelschmerzen, Blutergüsse)
  • Wundheilung

Als Heilkraut der modernen Phytotherapie heutzutage eher in Vergessenheit geraten. Es wird aber in der Volksheilkunde von Kräuterkennern sehr geschätzt wegen seiner reinigenden Eigenschaften. Man kann sich vorstellen, dass es den Körper innerlich „wie mit einer Bürste“ putzt und auch äußerlich reinigt. Es heilt sowohl äußerliche Wunden, als auch seelische Wunden durch Verletzungen im Außen.

Die hautreinigende und entzündungshemmende Eigenschaft macht das Gänseblümchen auch zu einem tollen Kräutlein für eigene Kreationen von Produkten für die Hautpflege (z.B. als Balsam, Pflege-Öl oder reinigende Gesichtsmaske)

Das Gänseblümchen kann u.a. in folgenden Zubereitungsformen zur Anwendung kommen:

Innerlich: Tee, Blütenwasser, frisch über die Ernährung, Tinktur

Äußerlich: als Salbe,  Waschungen, Umschläge oder Auflagen

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Nebenwirkungen sind keine bekannt. Menschen, die gegen Korbblütler allergisch sind, sollten es nicht verwenden.

Wildkräuterküche

Blüten zur Deko über die Speisen und in den Salat. Junge zarte Blätter in den Salat, am besten frisch verwenden. Die Knospen können als Kapernersatz in Essig eingelegt werden. Bitte generell bei Kräutern und gerade auch bei den Blüten achtsam ernten und nicht alle Blüten nehmen. Immer auch an die Bienen, Hummeln und Insekten denken!!

Blüten und Blätter des Gänseblümchens sind essbar und können prima für Salate, Kräuterbutter oder Quark verwendet werden.

Die Blüten schmecken zart nussig, die Blätter haben eher eine leicht säuerliche Note ähnlich wie eine milde Variante vom Sauerampfer.

Rezepte

Gänseblümchentee (als Infus):

1 Tl. Gänseblümchenblüten (getrocknet od. frisch) mit einer Tasse (ca. 250ml) kochendem Wasser übergießen u. ca.7 Min. ziehen lassen. 2-3 Tassen täglich trinken. 

Der Tee kann auch für äußerliche Auflagen oder Waschungen bei Hautproblemen verwendet werden. 

Gänseblümchen-Wasser (zur sanften Entgiftung):

Dafür gibt man eine Handvoll Gänseblümchenblüten in eine Kanne und füllt mit 2 Litern frischem stillen Wasser (ideal Quellwasser) auf. Das Wasser 1-2 Stunden ziehen lassen und über den Tag verteilt trinken. 

Gänseblümchen-Aufstrich:

1 Handvoll Gänseblümchen (Blüten + Blätter) + 1 Handvoll Wildkräuter (z. B. Knoblauchrauke, Spitzwegerich, Giersch, Wiesenknopf, Sauerampfer) gründlich waschen und klein schneiden. 

1 Zwiebel fein würfeln und in Olivenöl oder Butter anbraten. Kräuter und Zwiebeln mit 250g Frischkäse oder Quark vermengen und mit Salz & Pfeffer abschmecken. 

Der Aufstrich kann noch mit ein paar Gänseblümchen-Blüten dekoriert werden.

Für Fragen und Anregungen nutze gerne mein  Kontaktformular oder schreibe mir direkt eine E-Mail an Melanie@gruengesund.de 

Quellen

  • Fotos: Roman Fuchs / Fuchs-Naturfotografie mehr Infos

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